RhumAuction.com versteigert seltene Rums, Cognacs und Armagnacs, die im regulären Handel nicht erhältlich sind. Die meisten Gebote kommen per Smartphone. Seit Dezember 2024 steht diesen Bietern ein mobiles Frontend zur Verfügung, das auf dieselbe Datenbasis und dieselbe Auktionshistorie zugreift wie die bestehende Seite. Beide Frontends laufen parallel, während die Umstellung schrittweise erfolgt.

Die meisten Gebote werden über Mobilgeräte abgegeben.

Die bisherige Website ist für den Desktop ausgelegt, was die Bedienung auf Mobilgeräten erschwert. Ziel des Projekts war deshalb eine intuitive Auktionserfahrung, in der die angebotenen Flaschen weiterhin vollständig präsentiert werden. Das Hauptaugenmerk lag auf dem Gebotsprozess. Bieter sollen ihr Gebot bequem mit dem Daumen abgeben können, ohne zu zoomen oder zu scrollen, bis sie das Eingabefeld erreichen und ihr Gebot bestätigen.

Ein etabliertes Backend verwaltet Bestände und die Auktionshistorie und muss durchgehend verfügbar sein. Der zweite Zugang durfte bestehende Nutzer nicht beeinträchtigen. Diese Anforderungen bestimmten den Projektumfang.

RhumAuction Auktion auf dem iPhone

Jede Ansicht wird zuerst für Mobilgeräte entwickelt.

Wir haben das neue Frontend an die bestehenden Schnittstellen angebunden und das Backend unverändert gelassen. Die vollständige Historie aus dem Altsystem bleibt zugänglich. Jede Ansicht wird zuerst für den kleinen Bildschirm und dann für größere Displays entwickelt.

Das Design ist elegant und spiegelt den Wert der Flaschen wider. Wichtige Aktionen sind so platziert, dass sie mit dem Daumen erreichbar sind. Ein Tippen bestätigt das Gebot, der aktuelle Höchststand bleibt sichtbar, und der Countdown läuft mit. Gebote aktualisieren sich in Echtzeit, ohne die Seite neu laden zu müssen.

Das System wurde mit Next.js und Tailwind CSS entwickelt. Die erste Ansicht wird per Server-Side Rendering bereitgestellt, was im Mobilfunknetz oft entscheidend für die rechtzeitige Abgabe eines Gebots ist. Eine Cache-Schicht entlastet das Backend bei Lastspitzen kurz vor Auktionsende. Zusätzlich wurden Online-Zahlung für die Abwicklung nach dem Zuschlag und eine Benutzerverwaltung mit persönlichem Bereich integriert.

Jede Änderung folgt einem festen Prozess: Ein Commit überträgt den Code ins Git-Repository, wo er gebaut, geprüft und über Kubernetes in eine Demo-Umgebung ausgerollt wird. Der Kunde sieht neue Versionen fortlaufend in einer realen Umgebung, ohne auf ein großes Release warten zu müssen. Entwurf, Interface und fertige Anwendung wurden von unserem Team erstellt, das eng mit dem Backend-Team des Kunden und dem Projektleiter zusammenarbeitete.

Die Plattform wächst auf demselben Stack weiter

Wo Bieter zuvor zoomen, scrollen und das Eingabefeld treffen mussten, genügt heute ein Tippen. Für RhumAuction.com bleibt eine solide Grundlage für künftige Erweiterungen, da neue Funktionen auf demselben Stack basieren und denselben Auslieferungsprozess nutzen. Die bisherige Seite bleibt während der Umstellung erreichbar.